Sonntag, 03. Juni 2012

Ein Geburtstag und viele Burgen ...!

Ein Geburtstag führte uns dieses Wochenende ins Burgenland. Dieses Bundesland ist nicht nur bekannt für seine guten Weine, sondern auch für seine gut erhaltenen Burgen. War doch das Burgenland einst ein wirksamer Verteidigungsgürtel gegen Eindringende aus dem Osten.

Unser ersters Ziel war die Burg Bernstein, welche sich über den gleichnamigen Ort im Mittelburgenland erhebt. Wer nun meint, man hätte dort Bernstein gefunden, der irrt gewaltig. In und rund um Bernstein wurde bzw. wird Edelserpentin abgebaut, der Name Bernstein rührt allein daher, dass der Ort an der früheren Bernsteinstraße lag - Bernstein wurde dort jedenfalls noch nicht gefunden.

Burg Bernstein


innerhalb der alten Mauern gibt es jede Menge herrliche Blumenbeete mit Islandmohn, Iris, Clematis, Nelken und Kräutern



am Abend gab es wärmendes Kaminfeuer im Rittersaal




Nur 20 km vom Ort Bernstein entfernt, liegt, bereits in Ungarn, die Stadt Güns bzw. Köszeg - sie besitzt einen wunderschönen mittelalterlichen Kern und lädt zum Flanieren ein. Leider spielte das Wetter nicht so ganz mit, es regnete immer wieder und die Temperaturen entsprachen nicht ganz dem Juni.



auf einem kleinem Platz war der Eingang zu einem sehenswerten Hinterhofgarten, wo man Stecklinge von verschiedenen Pflanzen um wenig Geld erstehen konnte - ich entschied mich für die Pelargonie mit den dreifärbigen Blättern



Der nächste Abstecher führte uns auf die Burg Lockenhaus - sie kann auf eigene Faust besichtigt werden. Die einstige Tempelritter-Burg wurde ab 1968 von einem privaten Liebhaber generalsaniert.


Nicht weit von der Burg Lockenhaus entfernt, findet sich schon die nächste mittelalterliche Festung - Burg Schlaining, welche über den Ort Stadtschlaining thront.

Mittwoch, 30. Mai 2012

Von selbstgezogenen Bäumen in Töpfen!

Wie oft hört man doch, dass es nicht möglich sei Bäumchen aus Kernen zu ziehen, da diese zum einen viel zu groß für Töpfe werden oder sowieso ohne Veredelung keine bzw. keine guten Früchte tragen würden.  Ich ließ mich trotzdem nicht entmutigen und startete einen Versuch mit Weinbergpfirsichen - einer mittlerweile heimischen Pfirsichsorte, die ohnehin nicht veredelt wird und für ihre kleinen wohlschmeckenden Früchte geschätzt und zwischen den Weinreben angebaut wird.
Die Kerne dieser Pfirsichsorte müssen stratifiziert werden, dass heißt sie müssen eine Zeit lang einer Kälteperiode ausgesetzt werden damit sie später keimen. Die Früchte kaufte ich im Herbst und ließ die Kerne über den Winter im Garten, vergraben in einem Blumenkisterl. Es klappte - im Frühling zeigten sich die ersten Keimlinge. Diese verpflanzte ich in Töpfe und kultivierte sie weiter.

Einen Weinbergpfirsich habe ich selber behalten, er wächst nach wie vor in einem Topf (Durchmesser 48 cm), fühlt sich wohl (keine Krankheiten), blühte und fruchtete heuer zum ersten Mal. Auch das Höhenwachstum scheint sich eingependelt zu haben, derzeit hat er einen Stammumfang von etwa 3 cm bei ca. 150 cm Höhe - gemessen von der Topfoberkante. Bereits letzten Herbst zeigte sich, dass die Entwicklung eher dahin geht, dass der Baum buschiger, aber aufgrund der beschränkten Wachstumsmöglichkeiten ungefähr die jetzigen Proportionen behalten wird. Klasse, oder? Experiment gelungen!!

die etwas unscheinbaren rosa Blüten des Weinbergpfirsiches


Fruchtansatz des Weinbergpfirsiches


Frucht der nahe verwandten Marille (Ungarische Beste) - veredelt, größer (allerdings allein schon von der Sorte her)


Dieses Jahr möchte ich einen Versuch mit einem gekeimten Walnußkeim starten. Ich habe ihn beim Ausschaufeln des Hochbeetes im Grazer Garten gefunden - ein Eichhörnchen hatte dort seinen Wintervorrat angelegt, aber darauf vergessen. Im Topf übersiedelte er nach Salzburg.
Inzwischen hat der Trieb die Erde durchbrochen und es stellte sich die Frage, wie soll es weitergehen? Im Gegensatz zu Pfirsichen werden Nußbäume riesig, laut Wikipedia kann man Höhen von 15 bis 25 m erwarten und sollte für den Baum 100m² Platz im Garten einrechnen. Ein Ding der Unmöglichkeit!! Aber beim Googeln bin ich auf eine Idee gestoßen, die mich nicht wieder los ließ - es soll möglich sein aus einer Walnuss einen Großbonsai zu ziehen. Legt man wert auf die typische Bonsaiform wird es sehr kompliziert und aufwendig, aber im Prinzip ist aus dem Weinbergpfirsich auch nichts anderes entstanden, wieso soll es hier dann nicht klappen?


Walnüsse bilden eine Pfahlwurzel, die sich tief in den Boden treibt und sich dort gut verankert. Angeblich soll es helfen ein verzweigtes Wurzelsystem und einen früheren Ertrag (nennenswerter Ertrag ist erst nach 15 Jahren zu erwarten) zu erhalten, wenn man diese  kappt. Ob dem so ist oder nicht, weiß ich nicht - eine richtige Bestätigung hierfür konnte ich nicht finden. Es wurde nur auf den verschiedensten Seiten darauf hingewiesen, dass man die Krone im selben Umfang einkürzen sollte wie die Wurzel, weil ansonsten der Baum Schaden nehmen würde.
Im Gegensatz zum Weinbergpfirsich ist es mit der Walnuss ein Lottospiel, ob man irgendwann einen Baum erhält, der gut trägt und vor allem auch gute Früchte hat. Ich riskiere es einfach Mal - die ursprüngliche Nuss sah ganz in Ordnung aus, mehr kann ich über den Findling ohnehin nicht sagen.
Ach ja, bevor ich es vergesse - eine weitere Theorie über die ich im weltweiten Netz gestolpert bin, besagt, dass sich eine Walnuss, deren Platz für das Wachstum begrenzt, ähnlich verhält wie eine Feige und die ersten Früchte bringt, sobald die Pflanze an ihre Ausbreitungsgrenzen gestoßen ist.

Dienstag, 29. Mai 2012

Zwischenbericht: Paprika- und Tomatenanzucht 2012!


Der heutige Post ist ein kleiner Zwischenbericht über meine Paprika-Anzucht für das Jahr 2012. Bis jetzt bin ich ganz zufrieden mit dem Ergebnis - einzig und allein die Sorte Schokospitz hat wieder nicht gekeimt. Gut, die Chili-Sorte Lombardo war auch dieses Jahr wieder sehr langsam was die Keimung angeht, aber am Ende zeigte sich doch das eine oder andere Pflänzchen.




Die Keimlinge waren durchwegs gesund und konnten bald nach dem Auflaufen in größere Töpfchen umziehen. Allerdings mussten sie aufgrund des schlechten Wetters im April länger in der Grow-Box verweilen als in den Jahren davor. Bei Temperaturen um die 5°C wollte ich es nicht riskieren die kleinen Pflänzchen ins Freie zu stellen.


Mittlerweile sind es schon stattliche Pflanzen. Bei den Paprika haben sich zum Teil auch schon die ersten Blüten (Königsblüte) eingestellt. Dieses Mal habe ich sie nicht entfernt, mal sehen was passiert.


den Tomaten geht es auch gut 


eine Paprika (Sorte Paradeisfruchtiger Frühroter) hat sogar schon eine Frucht angesetzt


hier im Bild eine Vilma und eine Kremser Perle, deren Blüten bereits kurz vor dem Aufblühen sind

Mittwoch, 23. Mai 2012

Salzburg und der Wallersee!

Heute möchte ich Euch ein bisschen am vergangenen, verlängerten Wochenende teilhaben lassen. Nachdem die Eisheiligen am Donnerstag für heuer zum letzten Mal die Temperaturen nach unten drückten, konnten wir ab Freitag wieder warmes, sonniges Maiwetter genießen. Genau richtig für einen ausgiebigen Spaziergang entlang des Wallersees, auch wenn es doch noch ein wenig kalt war.

Auf den am See angrenzenden Wiesen findet sich überall Schlangenknöterich. Laut Wikipedia ist der Schlangenknöterich eine Zeigerpflanze für nasse Wiesen. So schön die Blüten dieses Gewächses sind, bin ich dennoch froh, dass es bisher noch nicht in meinen Garten gefunden hat.


Doch der Schlangenknöterich war nicht das einzige was mir so unter die Linse gekommen ist, scrollt Euch einfach durch die Bilder.

unbekannt


eine wilde Rose


Storchenschnabel


Kein Wunder, dass auch Außerirdischen die Gegend rund um den Wallersee gut gefällt!!


Weißdorn in der Nähe des Bahndamms


Gallmilben


Beinwell


Akelei, Wolfsmilch und Fetthenne (Mauerpfeffer)


wie im Bilderbuch


ein Topfgärtchen innerhalb der Mauern der Hohensalzburg


Aussicht vom Gaisberg


Sender am Gaisberg


Blick auf die Stadt Salzburg


Hohensalzburg


gesamte Altstadt


Salzburger Becken


Untersberg


Wallersee


Tiere in Hellbrunn



exotische Schönheit im Schlossgarten von Hellbrunn - Callistemon (Zylinderputzer)


Bougainvillea

Sonntag, 20. Mai 2012

Baguette mit Kräuterbutter - perfekt fürs Grillen!

Das warme und sonnige Wetter in den letzten Tagen war genau richtig für eine ausgiebige Grillerei. Waren die Hauptspeisen schnell ausgesucht, tat ich mir mit einer knusprigen Beilage schon schwerer! Kornspitz? Nein, der ist zwar lecker, aber nicht das richtige für ein Essen im Garten. Ciabatta? Auch sehr gut, passt aber doch besser zu italienischen Gerichten. Baguette mit Kräuterbutter? Jaaa, perfekt! Aber dafür hatte ich kein Rezept - bei Chefkoch wurde ich wie schon so oft fündig.

Der Teig muss mindestens 10h im Kühlschrank gehen (kalte Führung), daher ist es am Besten ihn schon am Vorabend zuzubereiten. Vor der Verarbeitung darf er nicht mehr durchgeknetet werden, sondern wird einfach nur mehr in die Länge gezogen, wenn man möchte, kann man, wie ich, einen Kranz formen.


Neben dem Teigling kommt eine Schüssel mit Wasser in den Backofen, außerdem ist es hilfreich das rohe Gepäck vor dem Einschießen zusätzlich noch mit Wasser einzusprühen.


Kurz bevor das Brot fertig ist, die Kruste aber noch relativ hell ist, wird eine Pause eingelegt - das Baguette wird in regelmäßigen Abständen eingeschnitten.


In die Einschnitte wird die Kräuterbutter eingefüllt - das geht am Besten zu zweit.


Danach wird das Brot noch so lange gebacken bis die gewünschte Bräunung erreicht ist.


Voila! Perfektes Baguette mit perfekter Kruste!

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